Grundlagen

Was ist Elektrosmog?

Elektrosmog ist der Sammelbegriff für elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder, die von Geräten und Leitungen erzeugt werden — betrachtet im Zusammenhang mit ihren Auswirkungen auf die Gesundheit.

Ein Wort, fünf verschiedene Dinge

Der Begriff ist unscharf, und das ist ein Teil des Problems. Wer „Elektrosmog“ sagt, meint fünf physikalisch verschiedene Feldarten, die unterschiedliche Ursachen haben, sich unterschiedlich ausbreiten und unterschiedlich zu reduzieren sind. Ein Netzfreischalter im Sicherungskasten wirkt gegen die eine Feldart hervorragend und gegen eine andere überhaupt nicht.

Deshalb lässt sich die Frage „Habe ich Elektrosmog?“ nicht pauschal beantworten. Beantworten lässt sich: Welche Feldart ist in welchem Raum wie stark, und woher kommt sie.

  • Niederfrequenz

    Elektrische Wechselfelder

    • Hausinstallation
    • Elektrische Geräte
    • Hochspannungsleitungen

    Sind vorhanden, sobald Spannung anliegt — auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist.

  • Niederfrequenz

    Magnetische Wechselfelder

    • Generatoren
    • Transformatoren
    • Geräte und Maschinen unter Last

    Entstehen erst, wenn Strom fließt. Sie durchdringen Baustoffe nahezu ungehindert.

  • Hochfrequenz

    Elektromagnetische Strahlung

    • WLAN
    • Schnurlostelefone
    • Mobilfunk

    Der Bereich, nach dem am häufigsten gefragt wird — und der, der sich am leichtesten reduzieren lässt.

  • Gleichfeld

    Elektrische Gleichfelder

    • Elektrostatische Aufladungen

    Häufig an Kunststoffoberflächen, Textilien und Bodenbelägen.

  • Gleichfeld

    Magnetische Gleichfelder

    • Magnetisierte Metalle

    Verzerren das natürliche Erdmagnetfeld, etwa durch Bettgestelle, Federkernmatratzen oder Betonstahl.

Was sich ohne Umbau erreichen lässt

Bevor irgendetwas abgeschirmt wird, lohnt sich der Blick auf das, was kostenlos ist. Bei Hochfrequenz zählt vor allem der Abstand: Die Intensität fällt mit der Entfernung zur Quelle sehr schnell ab. Ein Router, der nicht im Schlafzimmer steht, und eine WLAN-Nachtabschaltung nehmen einen erheblichen Teil der Belastung heraus, ohne dass jemand eine Wand streichen muss.

Bei niederfrequenten elektrischen Feldern geht es meist um die Leitungen und Verlängerungen direkt am Bett. Bei magnetischen Wechselfeldern hilft Abstand zu Verteilern, Trafos und Geräten unter Dauerlast. Erst wenn diese Schritte ausgeschöpft sind und die Werte trotzdem hoch bleiben, wird abgeschirmt.

Und was sagen die Grenzwerte?

Die gesetzlichen Grenzwerte schützen vor kurzfristigen, nachgewiesenen Wirkungen wie der Erwärmung von Gewebe. Baubiologische Richtwerte liegen deutlich darunter und zielen auf den Ort, an dem man sich jede Nacht acht Stunden aufhält. Wir messen gegen beides und ordnen die Werte entsprechend ein, anstatt sie zu bewerten, als ginge es um eine Gesundheitsdiagnose. Diese stellen wir nicht — wir liefern Zahlen und Maßnahmen.

Weiterführende Quellen

Unabhängige Informationen zum Thema finden Sie hier:

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